50 Jahre Europapfadfinder: Ein Jubiläum voller Erinnerung, Begegnung und Gemeinschaft

Die Europapfadfinder blickten auf fünf Jahrzehnte ihres Bestehens zurück – und feierten dieses besondere Jubiläum mit einem stimmungsvollen Festwochenende im Lager an der Oftersheimer Grillhütte. Eine Woche lang wurde nach Schule und Beruf mit viel Einsatz und Tatkraft vorbereitet: Zelte wurden aufgestellt, im Wald Holz gesammelt und der Bannermast samt Lagertor gebaut.

Die Idee für den Bund der Europapfadfinder brachte Karl-Hermann Bergner im Jahr 1976 in die Kurpfalz. Aus dieser Idee ist über die Jahrzehnte eine lebendige Pfadfindergemeinschaft gewachsen, die bis heute Freundschaft, Vertrauen, Glaube, Treue, Ehrlichkeit, Disziplin, Wahrhaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein verbindet.

Am Samstag fand zudem eine interne Gedenkrunde am Krötenteich statt. Gerade die Älterenim Bund nutzten diesen besonderen Ort, um ihre persönlichen Erinnerungen an Karl-Hermann Bergner zu teilen und ihrer Dankbarkeit für seinen Beitrag zur Pfadfinderei Ausdruck zu verleihen. Anschließend wurden die letzten Bauten fertiggestellt. Die Sippen nahmen an Workshops teil und gestalteten so den Auftakt des Jubiläumswochenendes. 

Am Sonntagmorgen lud Christian Müller von der katholischen Kirchengemeinde zum Gottesdienst ein. Bei leichtem Regen fand der Gottesdienst statt, danach wurde bei besserem Wetter ausgiebig gefeiert: Rund 400 Freunde, Familien und Gäste waren im Lager zu Gast.

Nach dem Gottesdienst gab es Getränke, selbstgemachten Kuchen, Pulled-Pork-Burger und Kürbissuppe. Der Freundeskreis konnte sich dabei auf die tatkräftige Unterstützung seiner Mitglieder verlassen. Zwischendurch gab es immer wieder Erste-Hilfe-Vorführungen, und die Gäste hatten Gelegenheit, das Lagerleben hautnah kennenzulernen. 

Besonders für die Eltern der Wölflinge war es spannend zu sehen, wie die Kleinen neben Isomatte, Schlafsack und Feuerschale ihr eher spartanisches Nachtquartier eingerichtet hatten – und wie selbstverständlich sie dabei schon auf manchen Komfort verzichten. So wurde die Pfadfindergemeinschaft für alle spürbar lebendig.

Das Jubiläum war Erinnerung und Begegnung zugleich. Bundesführer Marc-Daniel freute sich besonders über die spürbare Treue vieler Weggefährten. Auch der Freundeskreis freute sich über zahlreiche Besucher aus den vergangenen Jahrzehnten: Aus jedem Jahrzehnt war jemand dabei – sogar Gäste aus Bonn und München. Der ein oder andere ehemalige Pfadfinder fühlte sich beim Wiedersehen mitten im Lagerleben in seine Jugend zurückversetzt. Nicht nur einmal fiel das Wort „Klassentreffen“. Das zeigt, wie wichtig die Pfadfinderei für viele Menschen ist und dass die ursprünglichen Werte auch in der heutigen Gesellschaft weiterhin zählen.

Der Freundeskreis möchte sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die das Fest erst möglich gemacht haben: bei den Holzaktionen im Vorfeld, beim Aufbau der Lagerbauten, in der Küche beim Schnippeln und bei der Ausgabe. Ebenso gilt der Dank der Bäckerei Schnabel für die gespendeten Brötchen sowie allen Helfern des Freundeskreises.

Voller Stolz und mit Vorfreude blicken wir nun auf das nächste Jubiläum. Gut Pfad!

Euer Freundeskreis der FSE Alsace